*
Adresse
blockHeaderEditIcon

Westring 62
67269 Grünstadt

Telefon: 06359/2777 - Fax: 06359/92217
E-Mail: hanszulliger-schule-v@t-online.de

ZUBilderreihe
blockHeaderEditIcon

Unterstufe

In ritualisierten Tages-und Wochenabläufen werden den Schüler grundlegende Kompetenzen des Schulalltags spielerisch vermittelt und die Voraussetzungen zum Erlernen der Kulturtechniken geschaffen. Lesen, Schreiben und der Umgang mit Zahlen und Mengen werden angebahnt.

Daneben liegt der Schwerpunkt im lebenspraktischen Lernen, bei dem auch sozial-kommunikative Kompetenzen geschult werden. Unterricht ist handlungsorientiert gestaltet und findet auch an geeigneten außerschulischen Lernorten statt.

Die Elternarbeit spielt in der Unterstufe eine große Rolle, um die Entwicklung des Kindes zum Schulkind zu unterstützen und den Ablösungsprozess von Kind und Eltern zu erleichtern.

In der Unterstufe gibt es eine Klasse mit Schülern im Alter von 7 – 9 Jahren. Hier werden spielerisch grundlegende Fähigkeiten des Schulalltags vermittelt und die Voraussetzungen zum Erlernen der Kulturtechniken geschaffen. Außerdem werden die Kulturtechniken angebahnt. Der Unterricht wird handlungsorientiert gestaltet und findet auch an geeigneten außerschulischen Lernorten statt (Bauernhof, Obst ernten,  Wald,...).

Sozial-emotionaler Bereich:

Zu Beginn eines neuen Schuljahres lernen die Schüler und Schülerinnen einer Klasse sich kennen und finden ihre Position in der Klassengemeinschaft. Die Kinder lernen die Schul- und Klassenregeln kennen und üben spielerisch soziale Verhaltensweisen sowie den Umgang mit Konflikten. Die Themenschwerpunkte sind: „Ich und meine Familie“, „Ich und meine Gefühle“ sowie „Freundschaft“.

Außerdem lernen die Kinder die Strukturen und Rituale des Schulalltags kennen und üben sie einzuhalten:

  • Morgenkreis: Gesprächsregeln, Datum, Tagesablauf
  • Frühstück/Mittagessen: Tischregeln, gemeinsames Decken/Abräumen
  • Unterricht: Gesprächsregeln, Arbeitsverhalten, Rücksichtnahme, verschiedene Sozialformen (Klassenunterricht,   Kleingruppen, Partnerarbeit), verschiedene Arbeitsformen (Lernstationen, Freiarbeit, Stillarbeit,   Unterrichtsgespräch)
  • Pause: Spielverhalten, Kompromisse schließen, sich abwechseln

Lebenspraktischer Bereich:

Ein Schwerpunktziel unserer Schulform ist die größtmögliche Selbständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler im alltäglichen Leben:

  • Kleidung an- und ausziehen, Umgang mit Verschlüssen
  • Toilettengang selbständig bewältigen
  • Nahrungsmittel erbitten, vorbereiten (z.B. Brot schmieren, auf den Teller schöpfen) und mit dem Besteck adäquat   umgehen
  • Orientierung im Schulhaus und auf dem Schulgelände
  • Ämter selbständig ausführen (z.B. Tisch decken, Botengänge)
  • Eigentum erkennen und Verantwortung dafür übernehmen (z.B. Schwimm- und Sportkleidung)

Kommunikativer Bereich:

Viele Schülerinnen und Schüler sind aufgrund von Sprachentwicklungsverzögerungen oder physiologischen Beeinträchtigungen (noch) nicht in der Lage, verbal zu kommunizieren. Zur Unterstützung der kommunikativen Möglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler nutzen wir:

  • sprachunterstützende Gebärden (Deutsche Gebärdensprache)
  • Bildsymbole (Boardmaker)
  • technische Geräte (Talker)
  • Sprachförderung

Ziel dieser Fördermaßnahmen ist es, den Kindern zunächst Kommunikation zu ermöglichen, Erfolgserlebnisse zu vermitteln und damit die Motivation zur Kommunikation zu fördern. Immer wird in Verbindung mit den nonverbalen Kommunikationsmöglichkeiten auch die Verbalsprache gefördert. Unterstützt wird diese Förderung durch den musischen Bereich (Rhythmus, hohe/tiefe Töne, Lieder in Text und Melodie lernen,...).

Kognitiver Bereich:

In der Unterstufe werden spielerisch die Voraussetzungen für das Erlernen der Kulturtechniken vermittelt und das Erlernen der Kulturtechniken angebahnt:

  • Wahrnehmung (Lernen mit allen Sinnen) und Verarbeitung der wahrgenommenen Reize
  • Konzentration (gezieltes Lenken der Aufmerksamkeit auf die gestellte Aufgabe)
  • Arbeitshaltung (Aufgaben bearbeiten und beenden, Material aufräumen)
  • Selbständiger Umgang mit Lernspielen und Lernmaterialien
  • Kennenlernen von Lernprogrammen am Computer
  • Vorläuferkompetenzen der Mathematik:
  • Körperwahrnehmung, Raumwahrnehmung
  • Sortieren nach Merkmalen
  • Reihenbildung
  • Farben und Formen
  • Mengenvergleich (mehr, weniger)
  • 1:1 Zuordnung
  • Würfelspiele
  • Menge-Ziffer-Zuordnung
  • Ziffern darstellen und schreiben
  • Rechenoperationen handelnd mit Anschauungsmaterialien

Vorläuferkompetenzen zum Lesen und Schreiben:

  • Sprachförderung
  • Bilderlesen, Symbollesen
  • Bilderbücher werden vorgelesen und von den Schülern nacherzählt und nachgespielt
  • Figur-Grund-Wahrnehmung
  • Raum-Lage-Wahrnehmung
  • Buchstaben kennen lernen mit Hilfe von Anlautgebärden (Anlautbaum)
  • Förderung auditiver Wahrnehmung (Laute hören und erkennen)
  • Silben erlesen (Leselehrgang „ABC der Tiere“)
  • intensive spielerische Übung von Lauten, Buchstaben und Silben
  • Buchstaben darstellen und schreiben
  • kleine Wörter erlesen
  • Ganzwörter des Alltags lesen (Wochentage, Namen,...)

Im Bereich der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sowie der Erarbeitung und Sicherung der "Vorläuferkompetenzen" besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Mittelstufe in Form von Modulen.

Motorik:

In diesem Bereich werden vielfältige Fördermöglichkeiten genutzt:

  • Sport: Körperwahrnehmung, Ausdauer, Koordination, Balance, Umgang mit verschiedenen Materialien und   Geräten
  • Psychomotorik: Zusammenspiel des psychischen Erlebens und der Entwicklung von Motorik und Wahrnehmung   in Verbindung mit Bewegung
  • Schwimmen: Wasserbewältigung, Anbahnen einer Schwimmtechnik
  • Unterricht: bewegtes Lernen, Umgang mit verschiedenen Materialien (Knete, Muggelsteine, Klötze, Farben,   Bastelmaterialien), Förderung der Feinmotorik (Umgang mit Schere und Stift)
  • Kunst: Die Bereiche der Wahrnehmung und der Feinmotorik werden unterstützt vom vielfältigen Einsatz von   Farben und Materialien im Kunstunterricht

Elternarbeit:

Gerade in der Unterstufe ist eine intensive Elternarbeit wichtig, um die Eingewöhnung in den Schulalltag und den Ablöseprozess von Schülerinnen und Eltern zu erleichtern. Die Eltern werden beraten und unterstützt (Elternabend, Elterngespräch) und es findet ein intensiver Informationsaustausch statt (Kontakthefte, Telefonate, Elternbriefe). 

Footer-Menu
blockHeaderEditIcon
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail